Der Kromfohrländer

Der Kromfohrländer ist eine von der FCI anerkannte deutsche Hunderasse (FCI Gruppe 9, Sektion 10, Standard Nr. 192).

Herkunft

Der Kromfohrländer ist eine der jüngsten deutschen Hunderassen. Um 1945 wurden aller Wahrscheinlichkeit nach eine Foxterrierhündin mit einem Griffon-Vendéen-Mischlings-Rüden verpaart und es entstand ein sehr homogener Wurf. 

So wurden ab 1946 gezielt die Nachkommen dieser beiden Elterntiere durch Inzucht weiter miteinander verpaart und es wurde mit diesen Tieren weitergezüchtet, bis der Phänotyp sich stabilisierte und so der Grundstock für eine neue Rasse entstand. 

Die Rasse wurde 1955 vom Verband für das Deutsche Hundewesen und der Fédération Cynologique Internationale anerkannt.

1960 wurde in diese Rasse nochmals ein Foxterrier  eingekreuzt und die resultierenden Hybridhunde für die Weiterentwicklung der Rasse verwendet.

Beschreibung

Es gibt zwei verschiedene Varietäten dieses bis 46 cm großen und bis 16 kg schweren Hundes, die durch die Haarart bestimmt werden: Rauhaar und Glatthaar

  • Rauhaar: Dichte, raue Textur, mit Bart, Unterwolle kurz und weich. Haarlänge am Widerrist und auf dem Rücken nicht länger als 7 cm. An den Seiten kürzer.
     
  • Glatthaar: Dichte, weiche Textur, ohne Bart. Haar gut am Körper anliegend, Unterwolle kurz und weich.

Die Farbe ist weiß; hellbraune, rotbraune bis stark dunkelbraune Abzeichen in Form von verschieden großen Flecken oder als Sattel. Die Ohren sind seitlich hoch angesetzte, nicht oberhalb des Schädeldaches gefaltete Kippohren; von dreieckiger Form mit abgerundeten Spitzen.

Quelle: Kromi

 

Das Wesen des Kromfohrländers
siehe hierzu auch: VRK-Wesensprobleme

Das Wesen des Kromfohrländers ist zunächst einmal mit den Adjektiven „verschmust“, „intelligent“, „jagdtriebsarm“, „zurückhaltend“, "anpassungsfähig" oder „aktiv“ zu beschreiben. Dennoch treten auch Wesenszüge auf, die nicht immer einfach sein können. Hierzu zählen Eigenschaften, die mit „bellfreudig“, „territorial“ und „personenfixiert“ beschrieben werden können.

 

Um das Wesen seines Kromfohrländers optimal zu unterstützen bedarf es liebevoller, ruhiger und konsequenter Erziehung – ohne Zwang. Hierfür benötigt der Hundebesitzer ausreichend Zeit, um für sich einen tollen Begleiter zu gewinnen.

 

Trotz aller Bemühungen, sei es über die Zucht, oder auch über die Erziehung gibt es auch Wesenszüge beim Kromfohrländer, die als Problemverhalten gesehen werden.

Wie schaut das Problemverhalten aus?

  • Unsicherheit, daraus resultiert eine Ängstlichkeit und sehr oft reagiert der Kromfohrländer mit angst-motivierter Aggressivität, sowohl innerartlich als auch gegenüber Menschen (Beißen, Schnappen)
     
  • Probleme an der Leine - "Macho" und "Zicke"
     
  • Defizite im Sozialverhalten mit anderen Hunden desselben Geschlechts
     
  • keine große Belastbarkeit, der Hund "bricht ein" beim geringsten Anlass, reagiert auch körperlich auf Stress
     
  • Das Anfassen durch eine dem Kromfohrländer fremden Person ist nicht möglich. Dadurch sind z.B. Tierarztbesuche  sehr schwierig
     
  • Totale Fixierung auf eine Person - ist diese eine Person abwesend, hat der Kromfohrländer enormen Stress, Fremdbetreuung ist fast unmöglich.
     
  • starkes Territorialverhalten, Besuche sind unerwünscht

Quelle: VRK

Krankheiten siehe hierzu auch: VRK-Krankheiten
 

Beim Kromfohrländer treten gehäuft Fälle von Epilepsie auf. 

Kromfohrländer sind außerdem betroffen von einer erblichen Form der Hyperkeratose der Ballen (corny feet, hereditary footpad hyperkeratosis HFH).

Nach 2015 wurden Arbeiten veröffentlicht, in denen die erbliche Von-Willebrand-Krankheit Typ I im Zusammenhang mit der Rasse des Kromfohrländers gebracht wurde.

Des Weiteren treten verschiedene Formen der Autoimmun- und Herzerkrankungen auf.

Auch Erkrankungen wie Cystinurie, Hyperurikosurie, hereditäre Katarakt und Arthrose kommen beim Kromfohrländer vor.

Nicht alle Erbkrankheiten, die beim Kromfohrländer auftreten können mittels dem DNA-Test detektiert werden.

Dennoch können Erbkrankheiten wie die heriditäre Hyperkeratose (HFH), die Von-Willebrand-Krankheit Typ I (vW1) und die Hyperurikosurie (HUU) mittels des MyDogDNA-Test überprüft werden.

Und um diese zu untersuchen wird mit jeder Hündin und jedem Hund im VRK ein genetischer Test durchgeführt.

Näheres dazu auch hier